On-demand-Angebote: bezahlbar, erreichbar, inklusiv

Um den öffentlichen Nahverkehr für die Stadtteile Lurup und Osdorf zu verbessern, werden ab 2023 zwei Veränderungen angestrebt: In der Nachfolge von ioki soll MOIA – für einkommensschwache Menschen zum HVV-ähnlichen Tarif – Personen zu S-Bahn- und Bushaltestellen fahren, zudem soll die Buslinie 16 bis zum Schenefelder Platz verlängert werden. Dazu fordert auf Antrag der GRÜNEN die Bezirksversammlung Altona die städtischen Behörden auf.

Holger Sülberg, verkehrspolitischer Sprecher GRÜNE Altona: „On-Demand-Systeme wie ioki oder MOIA sind erste Schritte hin zum autonomen Fahren. Solche Ridepooling-Angebote haben das Potential, die Mobilität grundlegend zu verändern.

Heute geht es darum, aus dem Verkehrsversuch ioki in Lurup und Osdorf die richtigen Schlüsse zu ziehen. Es ist offensichtlich, dass es hier einen hohen Bedarf an einem inklusiven und bezahlbaren öffentlichen Nahverkehr gibt. Erfreulich ist, dass sich hinsichtlich der Inklusion bei MOIA bereits deutliche Verbesserungen abzeichnen, weitere Schritte bei der Tarifanbindung zum HVV sollten folgen.

Und eine relativ einfache, aber sehr wirksame Maßnahme wäre die Verlängerung der Buslinie 16 – sie würde helfen, die Stadtteile besser mit dem Altonaer Kerngebiet zu verknüpfen.“

Hintergrund
Nach einer vierjährigen, sehr erfolgreichen Testphase beendet ioki Ende 2022 sein Ridepooling-Angebot in Lurup und Osdorf. Das anfangs mit Bundesmitteln geförderte und dem deutschen Verkehrswende-Preis ausgezeichnete Projekt wurde in den Stadtteilen sehr gut angenommen und half vielen Menschen, zu günstigen Tarifen mobil zu bleiben. Im Rahmen des Projekts „Auf dem Weg zum Hamburg-Takt“ steht mit MOIA auch bereits ein Nachfolgeangebot bereit. Allerdings wird dieser Fahrdienst derzeit nicht zum HVV-Tarif mit geringem Aufschlag angeboten.