Die Sommer werden heißer: Hitzewellen treten häufiger auf, dauern länger und belasten unsere Gesundheit. Deshalb müssen wir uns fragen: Worauf können wir selbst achten? Wie schützen wir andere? Wo finden wir Hilfe und Unterstützung? Und was muss die Politik tun, um den Klimawandel zu begrenzen und unsere Stadt besser auf extreme Wetterereignisse vorzubereiten?
Denn eines ist klar: Klimaschutz schützt Menschen, sichert unseren Wohlstand und stärkt unsere Wirtschaft.
Achte auf dich und andere
- Trinke regelmäßig – auch dann, wenn du keinen Durst hast. Am besten eignen sich Wasser oder ungesüßte Tees. Bei großer Hitze braucht der Körper mehr Flüssigkeit.
- Vermeide körperliche Anstrengung, insbesondere zwischen 11 und 16 Uhr. Verschiebe Einkäufe, Erledigungen sowie sportliche oder andere anstrengende Tätigkeiten möglichst auf den frühen Morgen oder den Abend.
- Halte dich in kühlen Räumen auf. Wenn es zu Hause zu warm wird, nutze öffentliche, klimatisierte Orte oder andere kühle Aufenthaltsmöglichkeiten.
- Kühle deinen Körper, zum Beispiel durch feuchte Tücher, eine lauwarme Dusche oder das Befeuchten von Haut und Kleidung.
- Achte auf Menschen in deinem Umfeld – insbesondere auf Kinder, ältere Menschen, obdachlose Menschen sowie Personen, die im Freien arbeiten oder gesundheitlich besonders gefährdet sind.
Pass auf dich auf!
Auf hamburg.de findest du weitere ausführliche Infos wie du dich schützen kannst.
Biete obdachlosen Menschen auf der Straße Wasser an und unterstütze ältere Menschen – zum Beispiel beim Tragen von Einkäufen.
Bei akuten Anzeichen eines Hitzeschlags muss sofort der Notruf 112 gewählt werden. Bis der Rettungsdienst eintrifft, sollte die betroffene Person an einen kühlen Ort gebracht, vorsichtig gekühlt und mit Luftzufuhr unterstützt werden.
Achte auf andere
Auf hamburg.de findest du weitere ausführliche Infos wie du andere schützen kannst.
Hilfe und Unterstützung
Auf der digitalen Karte „Kühle-Orte“ der Stadt Hamburg findest du Parks, schattige Plätze, Badegewässer, Trinkwasserstellen, Refill-Stationen und weitere Möglichkeiten zur Abkühlung. Hamburg bietet außerdem einen telefonischen Hitze-Informationsservice unter 040 115 an.
Tipps und Tools
Auf hamburg.de findest du weitere ausführliche Infos wie du dich schützen kannst.
Klimawandel begrenzen und Folgen abfedern
Der Klimawandel gehört zu den größten Bedrohungen für die Menschheit. Seine Folgen spüren wir schon heute – auch in Hamburg und im Bezirk Altona. Gleichzeitig werden uns häufigere Hitzewellen, Starkregenereignisse und andere extreme Wetterlagen vor wachsende Herausforderungen stellen.
Deshalb müssen wir politisch weiter Druck machen, damit Deutschland schnell klimaneutral wird. Dazu gehören der schnellere Ausbau der erneuerbaren Energien, der Abbau umwelt- und klimaschädlicher Subventionen sowie ein konsequenter Ausstieg aus fossilen Energieträgern.
Gleichzeitig müssen wir Hamburg und Altona besser auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten. Der Hamburger Hitzeaktionsplan bündelt Maßnahmen zum gesundheitlichen Hitzeschutz, verbessert die Zusammenarbeit verschiedener Akteur*innen und soll dazu beitragen, hitzebedingte Erkrankungen und Todesfälle zu vermeiden.

Klimawandel ernst nehmen und auf Folgen einstellen
Die Grafik veranschaulicht die Entwicklung der durchschnittlichen Temperaturen auf der Erde in den jeweiligen Jahren.
Politik
Klima schützen, Wohlstand sichern
Seit 1980 machen wir, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, auf den Klimawandel aufmerksam und fordern Maßnahmen, um den Temperaturanstieg zu stoppen. Heute fordern wir unter anderem: Schnellerer Ausbau der Erneuerbaren, bis 2045 klimaneutral, Kohleausstieg in Ostdeutschland und Umwelt- und klimaschädliche Subventionen konsequent abzubauen.
Der Hamburger Hitzeaktionsplan soll Menschen in Hamburg aktiv schützen.
Ziel ist es die Gesundheit aller zu schützen, Menschen zu sensibilisieren, Zuständigkeiten zu klären, verschiedener Akteure koordinieren und an einer stetigen Weiterentwicklung zu arbeiten.
Um alle einzubinden und die tatsächlichen Nöte und Bedürfnisse vor Ort zu verstehen ist es notwendig, dass Behörden, Einrichtungen, Verbände, Bezirke und Senior*innenbeiräte ihre Perspektiven einbringen.
Unsere Ziele in Altona
Kommende Hitzewellen werden insbesondere für hochaltrige Menschen, Kinder und gesundheitlich vorbelastete Personen zu einer immer größeren Herausforderung. Der öffentliche Raum muss deshalb so gestaltet werden, dass Menschen auch an heißen Tagen Schutz und Erholung finden.

Klönbänke zur Erholung und für die Gemeinschaft
Ulrike Litschel (rechts) ist Sprecherin der Gruppe 60+ und hat sich mit der Gruppe für mehr der Klönbänke eingesetzt.
In Altona setzen wir das Integrierte Klimaschutzkonzept, unseren sogenannten Klima-Fahrplan, um. Es ist unser Leitfaden auf kommunaler Ebene, damit nationale Klimaschutzziele erreicht werden. Wir setzen uns für Klimaneutralität möglichst bis 2035 ein und richten unsere gesamte Politik auf die Reduktion von klimaschädlichen Emissionen aus.
Immer wichtiger werden bezirkliche Maßnahmen zur Klimaanpassung:
- mehr öffentliche Trinkwasserspender und gut erreichbare Wasserstellen;
- schattige, kühlende Plätze mit ausreichend Bänken;
- gut erreichbare Parks und öffentliche Räume mit hoher Aufenthaltsqualität;
- mehr Bäume, Grünflächen und Pflanzen;
- die Entsiegelung von Flächen, damit Regenwasser versickern und die Umgebung sich weniger stark aufheizen kann
Erholungsräume schaffen, Klima schützen und unsere Stadt widerstandsfähiger machen – das gehört für uns zusammen. Denn ein klimaresilientes Altona schützt die Gesundheit, stärkt den sozialen Zusammenhalt und macht den Bezirk lebenswerter.