Aussortierte, noch tragbare Textilien gehören in den einen Typ Sammelcontainer, Zerschlissenes in den anderen, so sieht es das Kreislaufwirtschaftsgesetz vor. Doch mangelt es im Bezirk an beiden. Auf Antrag der Fraktionen GRÜNE, SPD, CDU und Volt sollen jetzt mindestens drei weitere Altkleider-Sammelstellen in den dichtbevölkerten Quartieren Altonas aufgestellt werden.
Dana Vornhagen, Fraktionsvorsitzende der Altonaer GRÜNEN: „Private Organisationen haben das Interesse am Aufstellen von Sammelcontainern verloren – es gibt immer mehr Fast Fashion minderwertiger Qualität und mit diesen Textilien können sie kein Geld verdienen.
Gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz müssen die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger daher Abgabestellen organisieren. Die drei Gruppen – gut erhaltene und noch tragbare Textilien, zerschlissene Bekleidung, die noch recycelt und zum Beispiel als Malervlies, Dämmstoff oder Putzlappen weiterverwendet werden kann, und stark verschmutzte Textilien – müssen weiterhin getrennt gesammelt werden können. Dafür wollen wir jetzt sorgen.
Und noch eins ist uns wichtig: In einem Pilotverfahren lassen wir prüfen, ob neben der thermischen Verwertung, also dem Verbrennen von Stoffen, das chemische Recycling, also das Zerlegen in unterschiedliche Grundstoffe durch verschiedene Prozesse, möglich ist. Vom Hamburger Start-up Recyclabs wird das bereits ansatzweise umgesetzt wird – ein Weg, der ausbaufähig ist.“