Die Brunftkämpfe unter den Hirschen wurden immer heftiger und auch der Umbau des Geheges half nicht: Ende vergangenen Jahres starb ein Tier im Hirschpark infolge eines heftigen Kampfes. Um die verbleibenden vier Hirsche zu schützen wird das Damwildgatter jetzt geschlossen und die Tiere im Wildgehege Klövensteen untergebracht – eine Entscheidung, die das Bezirksamt gestern verkündete.
Dana Vornhagen, Vorsitzende der Fraktion GRÜNE: „Wir unterstützen die Entscheidung des Bezirksamts, die nicht tierschutzgerechte Haltung des Damwilds im Hirschpark zu beenden. Ich bin es leid, Rechtfertigungen zu lesen, die Tradition und Attraktionswunsch über das Tierwohl stellen. Tierschutz ist nicht verhandelbar. Die Amtsveterinärin hat festgestellt, dass die Kämpfe und der Todesfall eines Hirsches die Folge der Lebensumstände der Tiere sind – sich darüber politisch hinwegsetzen zu wollen und billigend in Kauf zu nehmen, dass sich die Vorfälle wiederholen, ist anmassend und falsch.
Selbstverständlich soll der Hirschpark weiterhin ein Ort für die Hamburger*innen und Besucher*innen sein, um sich in der Natur und Parkkultur erholen zu können. Daher begrüßen wir die Entscheidung des Bezirksamts, die nicht tierschutzgerechte Haltung des Damwilds im Hirschpark zu beenden und werden gemeinsam, unterstützt vom zuständigen Bezirksausschuss, dem Verein der Freunde des Hirschparks und unter Beteiligung der Öffentlichkeit, die zukünftige Gestaltung des bisherigen Geheges beraten.“